Seit Jahrzehnten opfert sich der Automechaniker Benny (Aidan Quinn) für seine Schwester Joon (Mary Stuart Masterson) auf: Stress löst bei ihr Schizophrenie-Anfälle aus, außerdem hat die junge Frau einen Hang zum Zündeln. Als Joon bei einem Pokerspiel den verträumten Sam (Johnny Depp) „gewinnt“, nimmt Bruder Benny den Buster-Keaton-Fan tatsächlich bei sich auf.
Sam stellt den Haushalt der Geschwister total auf den Kopf: Er kann zwar kaum lesen, aber Käsetoast mit dem Bügeleisen zubereiten und Parkspaziergänge in Slapstick-Shows verwandeln. Zunächst ist Benny begeistert, dass Sams Zuwendung Joon heiter und ausgeglichen macht. Als er jedoch erfährt, dass die Verliebten miteinander geschlafen haben, wirft er Sam kurzerhand hinaus. Joon und ihr Freund beschließen, gemeinsam zu fliehen. Narren und Geisteskranke sind die gütigeren und kreativeren Menschen: Der naiven Botschaft des Skripts zum Trotz erhebt Regisseur Chechik den Zeigefinger in seiner Love-Story nie zu hoch. Virtuos wechselt der Film zwischen Melancholie und Übermut, wozu neben dem beschwingten Schnitt vor allem die Darsteller beitragen: Mary Stuart Masterson lässt hinter Joons verletzlichem Äußeren stets unberechenbare Aggressivität durchscheinen, und Johnny Depps skurrile Pantomime-Einlagen geraten herrlich unkitschig.
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